Geothermisches Labor
Skalierung des Untergrunds: Realitätsnahe Simulation der Wechselwirkung zwischen Magma und Flüssigkeiten sowie der Reservoirstimulation
Skalierung des Untergrunds: Realitätsnahe Simulation der Wechselwirkung zwischen Magma und Flüssigkeiten sowie der Reservoirstimulation
Die Geothermie-Laboranlage verfügt über maßgeschneiderte Geräte zur Untersuchung der physikalisch-chemischen Entwicklung von Materialien bei der Wechselwirkung mit flüchtigen Stoffen und Flüssigkeiten unter verschiedenen Druck- und Temperaturbedingungen, wie sie in vulkanischen/magmatischen Leitungssystemen, hydrothermalen Systemen und geothermischen Reservoirs auftreten. Die Anlage ist in das Labor für Gesteinsmechanik und Magma-Rheologie sowie das Labor für Petrophysik integriert und nutzt deren Ausrüstung.
© Yan Lavallée & Janine Birnbaum
Dieser großkalibrige Spaltzylinderofen ermöglicht groß angelegte Experimente zur Begrenzung der Blasenbildung und des Flusses von Magma in einem Kanal mit 180 mm Durchmesser und ermöglicht so Experimente im Maßstab 1:1 zum Magmaaufstieg in einem geothermischen Bohrloch, ähnlich wie in einem Vulkankanal. Die Anordnung ermöglicht die Quantifizierung von Volumenänderungen, und die Proben werden einer Röntgentomographie und anderen petrophysikalischen Messungen unterzogen, um die Entwicklung des Magmas während des Transports zu begrenzen.
© Yan Lavallée
Dieses Gerät ermöglicht die Simulation der thermischen Stimulation von heißen (<1000 °C) Gesteinen, die eine Bohrung während des Bohrvorgangs und der Flüssigkeitsinjektion umgeben. Die Anlage verfügt über einen Kernbohrer mit einem Durchmesser von 140 mm und einem zentralen Bohrloch mit einem Durchmesser von 10 mm, in das kaltes Wasser injiziert wird, um eine thermische Abkühlung, Kontraktion und Rissbildung zu induzieren.